Dr. Jacobs

Interviews mit Morita-Anwendern

Frau Dr. Viviana Jacobs ist Zahnärztin mit Weiterbildung zur Kieferorthopädin. 

Wieso sind Sie Zahnärztin geworden?

Das war familiär bedingt – meine Eltern sind beide Zahnärzte. Als ich mein Studium der Zahnmedizin  beendete, hat mein Vater zufällig eine offene Stelle gefunden, die er mir zeigte. Bei dieser  Praxis habe ich mich dann beworben. Im Vorstellungsgespräch wurde ich auf die Kieferorthopädie angesprochen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte eine Zusatzausbildung zu machen. Das fand  ich sehr interessant und habe parallel, neben meiner zahnärztlichen Tätigkeit, die Fachzahnarztausbildung zur Kieferorthopädin absolviert. Ich arbeite jetzt also nicht mehr als Zahnärztin, sondern habe eine eigene kieferorthopädische Praxis im Düsseldorfer Zooviertel.

Was machen Sie, wenn Sie nicht in der Praxis sind? (Hobbies etc.)

Ich arbeite sehr viel, aber wenn ich Zeit habe, spiele ich mit meinem 1-jährigen Sohn und versuche  ein bis zwei Mal pro Woche zum Yoga zu gehen. Ich schwimme sehr gerne und unternehme viele Städtetouren und Reisen mit meinem Mann. Jetzt mit Kind bereisen wir nur Europa, weil es sonst  zu stressig ist.

Was war Ihr interessantestes Erlebnis in der Praxis / mit einem Patienten?

Hier muss ich sagen, dass die Kieferorthopädie ganz anders ist als die Zahnmedizin.
Mit Kindern zu arbeiten macht mir sehr viel Spaß, viele Patienten sind sehr nett und die Kinder haben nicht so viel  Angst vor uns als vor Zahnärzten. In der Kieferorthopädie baut man eine richtige Beziehung zu seinen Patienten auf – man sieht sich für den Zeitraum von mindestens drei Jahren regelmäßig alle sechs Wochen zur Untersuchung. Ein tolles Erlebnis war, dass Eltern meiner Patienten mir alkoholfreien Sekt während meiner Schwangerschaft mitgebracht haben. Vor meiner Schwangerschaft hatte ich Angst, dass Patienten abspringen würden, weil ich für kurze Zeit aussetzen werde. Mich hat es umso mehr gefreut, dass mir alle Patienten erhalten geblieben sind. Ich habe mir natürlich auch überlegt, wer mich in der Zeit gut ersetzen könnte – hier ist mein Mann eingesprungen und hat mich gut vertreten. (lacht) Viele Patienten haben sich auch sehr gefreut, dass es Nachwuchs gibt. Mein Logo besteht aus einem Elefanten, weil meine Praxis direkt am Zoo liegt. Als wir wussten, dass wir Nachwuchs bekommen, habe ich es direkt offen an meine Patienten kommuniziert und einen Flyer mit einem zusätzlichen „Babyelefanten“ erstellen lassen – das kam sehr gut an.

Was war Ihr größtes Learning?

Ich bin im Alter von 15 Jahren nach Rumänien ausgewandert und habe dort bis zu meinem 24ten Lebensjahr gewohnt. Ein Teil meiner Familie lebt dort. In Rumänien bin ich auf ein deutsches Gymnasium gegangen und habe auch in Rumänien studiert. Der lange Auslandsaufenthalt war eine tolle Erfahrung! Eine weiteres Learning war die Praxisübernahme vor fünf Jahren. Hier bestand das Risiko, ob meine Patienten weiterhin zu mir in die Praxis kommen würden. Ich habe mir bei allem sehr viel Mühe gegeben und habe darauf sehr positives Feedback bekommen. Mir wurde bewusst, dass Mund-zu-Mund-Propaganda und persönliche Empfehlungen sehr viel ausmachen. Ein drittes Learning habe ich vor kurzem erfahren. Mir wurde bewusst, dass man selbst „nicht einschlafen“ darf, auch wenn es gut läuft. Gerade dann, wenn es gut läuft, sollte man mit dem Marketing weitermachen und das weiter gut ausbauen und sich nicht auf Vergangenem ausruhen.

Was sind Ihre aktuellen Herausforderungen als Zahnärztin?

Meine aktuellen Herausforderungen sind, mit der Zeit zu gehen – alles wird digitaler. Hier würde ich mir gerne zum  Beispiel einen Intraoral Scanner zulegen. Man darf nicht betriebsblind werden und sollte immer Erneuerungen machen. Ich muss weitläufig denken, denn die Konkurrenz schläft nicht. Eine große Herausforderung ist gutes Personal zu bekommen. Vor allem gutes Hilfspersonal zu finden, ist sehr schwierig und dieses dann auch an sich zu binden, erfordert viel Fingerspitzengefühl. Sich dann auch den gesunden Respekt zu erarbeiten, sehe ich als weitere Herausforderung an.

Wie können Sie Beruf- und Privatleben vereinbaren?

Die Vereinbarung von Beruf- und Privatleben ist gerade jetzt mit kleinem Kind nicht einfach und erfordert sehr  viel Organisation. Es funktioniert aber, wenn man es will und sich darauf einlässt. Man muss Kompromisse  finden und eingehen, dass sich beide Elternteile wohl fühlen und glücklich sind. Ich gehe Montag bis Donnerstag in Vollzeit arbeiten. Wir haben für meinen Sohn eine Tagesmutter, meine Mutter wohnt in der Nähe und passt auch hin und wieder auf den Kleinen auf. Diese Unterstützung ist sehr wichtig, wenn man weiterhin erfolgreich im Job sein möchte. Ich schaffe die Vereinbarung durch Multitasking. Frauen sind zum Glück sehr multitaskingfähig. Meinen Mann habe ich auf einer Fortbildung kennengelernt. Er ist Klinikdirektor der Abteilung für Kieferorthopädie in der Universitätsklink Jena. Unter der Woche sehen wir uns aufgrund dessen nicht. Wir hatten aber schon immer eine Art Fernbeziehung. Die Wochenenden sind uns dafür heilig, vor allem jetzt wegen unseres Sohnes.

Ist die Rolle der Frau anders als die des Mannes als Zahnarzt / als Zahnärztin? (Thema Feminisierung…)

Eigentlich merkt man keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Ich glaube, dass Frauen organisierter sind. Es kommt sehr viel auf das Auftreten an. Als mein Mann meine Schwangerschafts-Vertretung in meiner Praxis übernommen hat, wurde er auch sehr positiv aufgenommen.

Wie sind Sie auf Morita gekommen und wie war Ihre erste Begegnung mit Morita?

Man kennt Morita aus der Endodontie. Ich habe Morita auf der DGKFO Messe kennengelernt und wusste sofort, wenn ich eine Praxis kaufe, dann auch Stühle von Morita. Mir ist Design sehr wichtig und man muss und will sich doch auch abheben. Die Praxis ist mein zweites Zuhause – hier verbringe ich die meiste Zeit. Hier will ich gut und gerne arbeiten. Auch der Ergonomiegedanke war mir wichtig – die Stühle sind sehr bequem. Nicht nur die Einheiten für die Patienten, sondern auch die Arztstühle für uns Ärzte.

Was macht für Sie Morita aus?

Kurzgefasst: Individualität, Qualität, Design.

Was wünschen Sie sich in der Zukunft von Morita?

Ich würde mir eine bessere Erreichbarkeit wünschen. Morita gibt es nicht bei allen Dental-Depots. Eine große Herausforderung ist der Techniker-Service der Depots – hier gibt es Verbesserungsbedarf. Ich denke hier an eine bessere Schulung der Techniker, um schneller Fehler zu erkennen. Bei mir waren schon sehr viele Techniker der Depots, die die Fehlerquelle nicht finden konnten.