Interview - Genaue Diagnose, Präzision, Sicherheit und hohe Qualität – die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung

· Dr. Gabriele Ragucci, Zahnarztpraxis in Cesano Boscone (MI), Italien, ist ein Zahnarzt mit Schwerpunkt Endodontie. Er beschreibt seine Anforderungen an eine moderne Behandlung. Was sollte die Ausstattung leisten? Was ist während der einzelnen Schritte des zahnärztlichen Arbeitsablaufs wichtig und wie lassen sich die Behandlungsabläufe optimieren?


1. Sie führen eine Praxis mit einem starken Schwerpunkt auf Endodontie. Was ist Ihr Ziel oder Leitprinzip bei der Arbeit mit Ihren Patienten?
Mein Leitprinzip ist biologisch orientierte Präzision.
Die moderne Endodontie ist keine rein mechanische Disziplin mehr, sondern ein biologisch orientiertes Verfahren, das eine genaue Diagnose, kontrollierte Desinfektion und die Erhaltung der strukturellen Integrität erfordert. Mein Ziel ist es, durch vorhersehbare, minimalinvasive Protokolle, gestützt auf evidenzbasierte Entscheidungen, eine langfristige Zahnerhaltung zu gewährleisten.
Jede Behandlung wird als System betrachtet:

  • Genaue präoperative Diagnose
  • Berücksichtigung der apikalen Verengung
  • Konservative Formungsstrategien
  • Verbesserte Spüldynamik
  • Dreidimensionale Versiegelung

Das Ziel ist nicht nur der sichtbare Erfolg in der Röntgen-Aufnahme, sondern die biologische Stabilität über einen längeren Zeitraum.

2. Welche Anforderungen stellen Sie an die Ausstattung und die technischen Geräte Ihrer Praxis?
In einer modernen endodontischen Praxis muss die Ausstattung vier wesentliche Kriterien erfüllen:

  • Präzision
  • Reproduzierbarkeit
  • Integration
  • Sicherheit

Präzision ist entscheidend, wenn im millimetergenauen Bereich gearbeitet wird. Die Geräte müssen anwenderabhängige Schwankungen minimieren und Echtzeit-Feedback liefern.
Reproduzierbarkeit gewährleistet Konsistenz über alle Fälle hinweg. Die Endodontie sollte nicht auf subjektiven Einschätzungen beruhen, sondern auf messbaren Parametern.
Die Integration in einen digitalen Arbeitsablauf – von der 3D-Diagnostik bis zur mechanischen Präparation – ist in der modernen Praxis von grundlegender Bedeutung.
Schließlich ist Sicherheit nicht verhandelbar. Die Geräte müssen das periapikale Gewebe schützen und die Dentinstruktur erhalten.
Technologie sollte biologische Risiken reduzieren und nicht lediglich die mechanische Effizienz steigern.

3. Wie sind Sie auf MORITA aufmerksam geworden, und wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Hersteller und seinen Produkten insgesamt?
Meine ersten Berührungen mit MORITA fanden in akademischen und fachärztlichen Kreisen statt, in denen Präzision und Zuverlässigkeit einen hohen Stellenwert hatten.
Im Laufe der Zeit erkannte ich eine konsequente technische Philosophie hinter den Produkten: Die Geräte sind nicht nur als eigenständige Instrumente konzipiert, sondern als integrale Bestandteile eines kohärenten klinischen Arbeitsablaufs.
Meine Erfahrungen mit MORITA lassen sich insgesamt wie folgt charakterisieren:

  • Technische Präzision
  • Leistungsstabilität
  • Langfristige Zuverlässigkeit
  • Klinisch relevante Innovationen

Das Unternehmen verfügt über ein tiefgreifendes Verständnis der endodontischen Biomechanik und der diagnostischen Anforderungen, was sich in der Konstruktion seiner Systeme widerspiegelt.

4. Seit wann arbeiten Sie mit dem Tri Auto ZX2+ und dem Veraview X800?
Ich setze sowohl den Endomotor mit integriertem Apex-Lokalisator Tri Auto ZX2+ als auch das DVT Röntgensystem Veraview X800 seit mehreren Jahren in meinem täglichen endodontischen Arbeitsablauf ein.
Es handelt sich dabei nicht um Technologien für den gelegentlichen Einsatz, sondern um wesentliche Bestandteile meines Protokolls für:

  • die präoperative Beurteilung
  • die Bestimmung der Arbeitslänge
  • die mechanische Präparation
  • die Nachbehandlungskontrolle

Dank der Konsistenz der Produkte konnte ich meine Behandlungsprotokolle standardisieren und optimieren.

5. Welche Aspekte sind für Sie bei den einzelnen Arbeitsschritten am wichtigsten?
Die wichtigsten Aspekte sind:

  • Diagnosephase
  • Dreidimensionale Beurteilung, sofern indiziert, mit präziser Bewertung der Wurzelmorphologie, der Krümmungen, der Nebenkanäle und des periapikalen Zustands.
  • Kontrolle der Arbeitslänge
  • Genaue Bestimmung und Einhaltung der apikalen Grenze, um eine Überinstrumentierung zu vermeiden und das periapikale Gewebe zu schonen.
  • Mechanische Präparation
  • Kontrollierte Formgebung, die die ursprüngliche Kanalanatomie berücksichtigt und unnötigen Dentinabtrag minimiert.
  • Spülung
  • Effektive chemische Desinfektion, die nach wie vor die Grundlage für den endodontischen Erfolg bildet.
  • Obturation
  • Dreidimensionale Versiegelung, die eine Reinfektion verhindert.

Jede Phase muss Unsicherheiten reduzieren. Klinische Vorhersagbarkeit ist das Ergebnis systematischer Kontrolle, nicht empirischer Annäherung.

6. Was gefällt Ihnen am Tri Auto ZX2+ und wie unterscheidet er sich von anderen vergleichbaren Geräten?
Der Tri Auto ZX2+ verbindet die mechanische Präparation mit einer präzisen elektronischen Steuerung der Arbeitslänge.
Aus wissenschaftlicher Sicht sind die wichtigsten Vorteile:

  • Hohe Genauigkeit der Apex-Lokalisierung
  • Echtzeit-Feedback während der Instrumentierung
  • Adaptive Bewegungstechnologie (einschließlich OTR-Funktion)
  • Verbesserte Kontrolle im apikalen Drittel

Im Vergleich zu anderen Kombinationen aus Motor und Apex-Lokalisator bietet es überlegene Sicherheit bei der Annäherung an die apikale Verengung. Die Möglichkeit, Bewegungssteuerung mit elektronischer Längenüberprüfung zu kombinieren, reduziert Verfahrensfehler und verbessert die apikale Präzision.

Sehr geehrter Herr Dr. Ragucci, vielen Dank für Ihre wertvollen Einblicke in Ihre Erfahrungen. 

Über Morita
Die Morita-Gruppe zählt zu den bedeutendsten Herstellern von medizinisch-technischen Produkten. Das japanische Traditionsunternehmen mit Vertriebsgesellschaften in Europa, USA, Brasilien, Australien und Afrika weist ein breites Sortiment auf. Führend in der Röntgendiagnostik und der Endodontie bietet das Produktportfolio leistungsstarke bildgebende Systeme bis hin zur 3-D-Volumentomographie, Behandlungseinheiten, Turbinen, Hand- und Winkelstücke, Instrumente sowie endodontische Mess- und Präparationssysteme. Mit ausgeprägtem Qualitätsdenken und kontinuierlicher Forschung orientieren sich weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern an den Bedürfnissen von Anwendern und Ärzten. So lebt der Geist von Junichi Morita weiter, der das Unternehmen im Jahr 1916 gründete. Morita befindet sich mittlerweile in dritter Generation in Familienbesitz unter Leitung von Haruo Morita.
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